IFA Rotorion übernimmt die Seitenwellen-Sparte von Daimler. Damit erweitert der Haldensleber Spezialist für Antriebswellen und Gelenke sein Produktportfolio und sichert sich den Zugang zum stark wachsenden Markt für leichte und kleinere PKW sowie Elektrofahrzeuge. Die neugegründete Tochtergesellschafft IFA Powertrain Polska sp. Z o.o. wird ihren Betrieb mit einem neu errichteten Werk in Ujazd Gemeinde (Polen, Oppelner Region) bereits Anfang 2017 mit zunächst 90 Mitarbeitern und einer Jahresproduktion von rund zwei Millionen Seitenwellen aufnehmen.
Bis 2020 soll der neue Standort mit Investitionen in Höhe von rund 100 Millionen Euro sukzessive auf über 400 Arbeitsplätze ausgebaut werden. Neben der Belieferung von Daimler sind auch Neuentwicklungen und die Produktion für weitere Hersteller geplant. Die feierliche Grundsteinlegung erfolgt am 21. Juli.
IFA Rotorion setzt mit dem Einstieg in das Seitenwellen-Geschäft seinen globalen Expansionskurs der vergangenen Jahre konsequent fort. Nach der Übernahme des Friedrichshafener Zulieferers Rotorion (2006) und dem Auf- und Ausbau neuer Standorte in South Carolina (USA) und Shanghai (China) betritt IFA Rotorion mit seinem neusten Werk im polnischen Ujazd jetzt den Automobilmarkt in Osteuropa.
Gleichzeitig ergänzt IFA Rotorion mit der Seitenwelle sein Produktportfolio um ein weiteres, strategisch wichtiges Standbein, wie Felix von Nathusius, CEO, erläutert: „Im Bereich der Längswellen und Gelenke konnten wir in den vergangenen Jahren unsere Marktführerschaft in Europa und Nordamerika erfolgreich behaupten. Mit der Seitenwelle erschließen wir uns jetzt zusätzlich den stark wachsenden Markt der leichten und kleinen PKW sowie insbesondere auch den wichtigen Zukunftsmarkt der Elektrofahrzeuge.“
Die Planungen für die Verlagerung der Maschinen von Mettingen in Baden-Württemberg in die polnische Sonderwirtschaftszone Ujazd bei Katowice und die Errichtung des neuen Werks laufen auf Hochtouren.
Ein 25-köpfiges Team garantiert während der gesamten Verlagerung die durchgängige Produktion und die Belieferung von Daimler. Ein Kraftakt, bei dem IFA Rotorion vor allem seine Erfahrungen aus der Rotorion-Verlagerung zugutekommen. Schon am 21. Juli erfolgt die feierliche Grundsteinlegung, Anfang 2017 soll die Produktion am neuen Standort mit zunächst 90 Mitarbeitern hochgefahren werden.
Zum Start werden Seitenwellen für die Mercedes C-, E- und S-Klasse mit einem Jahresvolumen von rund zwei Millionen Stück gefertigt. Bis 2020 soll die Produktion dann Schritt für Schritt auf über 400 Mitarbeiter ausbaut werden. Neben Neuentwicklungen für Daimler will IFA Rotorion dann auch für weitere Hersteller Seitenwellen entwickeln und produzieren.
Von Nathusius blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Wir werden bis 2020 rund 100 Millionen Euro in die Entwicklung des Standorts Polen und den neuen Produktbereich investieren. Die Seitenwelle wird ein wichtiger Meilenstein auf unserem ambitionierten Weg zum selbstgesteckten ‚GOAL 2025‘: Denn bis dahin wollen wir mit unserer Unternehmensgruppe in die Top 100 der weltweit größten Automobilzulieferer vordringen.“
IFA ROTORION zählt zu den weltweit größten Längswellen-Herstellern und ist mit einem Umsatz von fast einer halben Milliarde Euro ein Top-50-Unternehmen der deutschen Zulieferindustrie. In Sachsen-Anhalt ist IFA Rotorion das größte Unternehmen der Automobilbranche. IFA Rotorion produziert an seinen Standorten Haldensleben, Charleston (USA) und Shanghai (China) mit über 2.500 Mitarbeitern Gelenkwellen, Gelenke und Komponenten für namhafte Automobilhersteller. Dazu zählen unter anderem Mercedes, Volkswagen, BMW, Porsche und Ferrari. Zusätzlich übernimmt das Unternehmen im Auftrag der Industrie Entwicklungsdienstleistungen in den Bereichen Antriebstechnik und Leichtbau. Zukunftsweisende Forschung und nachhaltige Entwicklung gehören zu den Erfolgsfaktoren. IFA wurde 1992 durch den Unternehmer Heinrich von Nathusius privatisiert.






